Tornados verschenken zwei Punkte - Vermeidbare Niederlage gegen Dresden
Es war der vorletzte Strohhalm für die Tornados, um noch den Sprung in die Playoffs zu schaffen. Zum „Oma-Opa-Tag“ gegen den ESC Dresden musste ein Sieg her. Doch am Ende war es zumindest ein Punkt.
1. Drittel: Guter Start
Vor Spielbeginn wurde zunächst noch die Tornado Reserve geehrt. Sie konnte nach sehr langer Durststrecke den Meistertitel in der Landskron-Eishockey-Liga holen. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch.
Das Spiel der Tornados begann durchaus vielversprechend gegen eine kurze Dresdner Bank. Dennoch war zu erkennen, dass eine gewisse Nervosität mitspielte. Der Druck nahm zu und man war zum Siegen verdammt. Die Gäste aus der Landeshauptstadt konnten ihrerseits locker aufspielen. Nachdem Niesky zunächst etwas mehr vom Spiel hatte, gingen die Gäste in der 7. Spielminute in Führung. Rausendorf traf freistehend im Slot. Doch die Tornados blieben am Puck und konnten in der 9. Spielminute den Ausgleich erzielen. Phil Miethling bediente Torschütze Christoph Rogenz. Diese Kombination war es auch, die zur 2:1 Führung in der 15. Spielminute traf. Mit der verdienten, aber knappen Führung ging es in die erste Pause.
2. Drittel: Katastrophe
Normalerweise gibt eine Führung zu Hause eine gewisse Sicherheit im Spiel. Doch in dieser schweren Saison ist für die Tornados nichts selbstverständlich. Sie verloren den Faden und wirkten insbesondere defensiv ungeordnet. Gegen die läuferisch starken Stürmer der Gäste hatten sie alle Hände voll zu tun. Diese konnten in Spielminute 26 den durchaus verdienten Ausgleich erzielen. Als mit der Unsicherheit auch der Frust zunahm und die Hausherren auf der Strafbank platznehmen mussten nutzten die Gäste das gnadenlos aus. In doppelter Überzahl traf erneut Rausendorf (29. Min) und wenig später Zerbst ebenfalls mit einem Mann mehr auf dem Eis (32. Min). Das Spiel war gedreht und Niesky wusste keine Antwort mehr bis zur Pause.
3. Drittel: Zurück gekämpft
Doch die Tornados wollten sich nicht kampflos ergeben. Gleich zu Beginn des Schlussabschnitts nutzte Tom Domula eine Überzahlsituation nach Zuspiel von Martin Barak und Ronny Gebert zum 3:4 Anschlusstreffer (42. Min). Die Mannschaft von Jens Schwabe blieb in der Folge spielbestimmend. Leider fehlte zumeist der letzte Pass und Hickmann im Tor der Gäste war ein sicherer Rückhalt. In Spielminute 53 entlud sich zunächst ein wenig Frust nach einem späten Check eines Dresdners, infolgedessen Christoph Rogenz duschen gehen durfte. Doch die folgende Unterzahl nutzte Conrad Sobisch zum Ausgleich, als er einen Puck abfing und einfach mal abzog (54. Min). Es blieb nach 60 Spielminuten bei der Punkteteilung. In der folgenden Overtime war es Gästekapitän Zerbst, der nicht angegriffen wurde und 30 Sekunden vor Ende einnetzten konnte. Damit ging der Zusatzpunkt nach Dresden.
15. MinChristoph Rogenz
42. MinTom Domula
54. MinConrad Sobisch



