Am Samstagabend, den 24. Januar, trafen die Tornados auf heimischem Eis auf die Schönheider Wölfe.
Der ELV hatte den Spieltag zum „Ladies Day“ erklärt und lockte, trotz eisiger Temperaturen, 334 Zuschauer ins Waldstadion, darunter viel mitgereiste, lautstarke Fans aus Schönheide.
Die Gäste aus Schönheide starteten organisiert und in gewohnt hohem Tempo ins erste Drittel und ließen den Nieskyern keine Zeit, um sacht ins Spiel zu finden. Schon in der 2. Spielminute traf Yannek Seidel für Schönheide und legte die Messlatte direkt hoch.
Doch Niesky hielt mit dem schnellen Spiel der Gegner mit. Die Mannschaft passte ineinander, wie die Räder eines Uhrwerks und durfte sich in der 4. Minute mit dem Ausgleichstreffer durch Kapitän David Vatter, vorbereitet von Loris Riedel und Leon Eisebitt, belohnen. Die Mannschaft kämpfte hart und alle im Stadion fragten sich, ob und wie lange sie das Schönheider Tempo mithalten konnten. Die Antwort zeigte sich schon 2 Minuten später, als der Schönheider Rubes in Schönheider Unterzahl den Nieskyer Hüter Robert Handrick überwand (7. Min.). Jetzt waren die Tornados das erste Mal außer Puste und noch waren 13 Minuten auf der Uhr. Drei weitere Treffer, davon noch einen in Überzahl mussten die Tornados noch einstecken bevor die Sirene sie erlöste (11. Min Lenk, 17. Min. Hirsch, 18. Min Rubes). Den Cracks um Trainer Jens Schwabe muss man zu Gute halten, dass sie trotz allem sehr diszipliniert blieben und das erste Drittel strafenlos beendeten.
Das zweite Drittel begann weniger sauber; durch 2 unnötige kleine Strafen auf Nieskyer Seite, eine für Loris Riedel und eine wegen Wechselfehlers, machten sich die Tornados den Einstieg selber schwer. Doch selbst die verhältnismäßig ange doppelte Unterzahl standen sie stark durch und zeigten, welches Potential theoretisch auch in der Nieskyer Abwehr steckt, die einige gut gemachte Angriffe der Wölfe eiskalt vereitelte.
Martin Barak stach im zweiten Drittel besonders heraus, durch schöne Durchbrüche und Aktionen vor dem Tor, die bestimmt 3 Zähler mehr auf das Board gebracht hätten, wenn Niesky nicht, wie eh und je, völlig vom Scheibenglück verlassen wäre. Stattdessen netzte Kenneth Hirsch für die Gäste ein (28. Min.) und kurz darauf auch Sean Fischer (36. Min). In der 38. Spielminute gelang es Martin dann doch noch, mit Unterstützung von Justin Treise und Tom Domula den Schönheider Kasten klingeln zu lassen. Mit einem Zwischenstand von 2:7 ging es in die zweite Pause.
Das dritte Drittel plätscherte mehr oder weniger vor sich hin. Niesky schienen die Ideen und der Kampfeswille auszugehen. Schönheide traf noch dreimal durch Warkus (48. Min), Hirsch (54. Min) und Heinz (56. Min), schien aber auch eher im Energiesparmodus zu spielen – umso ärgerlicher für Niesky.
Dann in der 58. Spielminte schienen die Tornados noch einmal aus ihremDornröschenschlaf aufzuschrecken: Mit einem schönen schnellen Durchmarsch legten Tom Domula und Martin Barak für das Tor von Ronny Gebert auf. Im Stadion kam noch einmal Stimmung auf (außerhalb des Gästeblocks). Und erst recht als Tristan Schwarz dann in der 59. Minute noch ein Ding versenkte, vorbereitet durch die Jungspieler Julius Hübner und Charlie Rast.
So war der Endstand dann wenigstens 4:10. Ein erwartbares Ergebnis in einem erwartbar durchschnitlichen Spiel, mit einem schönen Ende. Wären sie doch nur eine halbe Stunde eher aufgewacht...
Trotz allem muss man der Mannschaft an diesem Abend zu Gute halten, dass sie ein wirklich faires Spiel, ohne die in letzter Zeit häufigeren überflüssigen Schägereien und Spieldauerstrafen, abgeliefert haben. Gern mehr davon.
Das nächste und letzte Heimspiel der Vorrunde der Tornados findet am Samstag, den 31.01. 2026 statt. 1.Bully wie gewohnt 18:30 Uhr. An diesem Tag ist „Oma-Opa-Tag“ im Stadion: Alle Kinder in Begleitung zahlender Großeltern haben freien Eintritt.

38. MinMatrin Barak
58. MinRonny Gebert
59. MinTristan Schwarz
